(2009)
Wie viel Heimfahrten kann ich in welcher Höhe absetzen?
Liegt bei Ihnen eine doppelte Haushaltsführung vor, können Sie auch Familienheimfahrten von der Steuer absetzen, jedoch nur maximal eine Fahrt pro Woche. Pro Jahr können Sie maximal 46 Heimfahrten ansetzen, da das Finanzamt von 6 Wochen Jahresurlaub ausgeht. Beachten Sie aber, dass Sie diese Fahrten belegen müssen. Dies kann zum Beispiel durch Zugtickets oder durch den Kilometerstand Ihres PKW erfolgen.
Die Familienheimfahrten können Sie mit der Entfernungspauschale von 0,30 Euro je Entfernungskilometer steuerlich geltend machen. Dabei ist der absetzbare Betrag nicht wie bei den Fahrtkosten auf den Höchstbetrag von 4.500 Euro pro Jahr beschränkt. Für die Entfernung zwischen Arbeitsort und Wohnort ist die kürzeste Straßenverbindung ausschlagegebend. Nutzen Sie regelmäßig eine längere aber offensichtlich verkehrsgünstigere Strecke, wird diese aber auch anerkannt. Verkehrsgünstiger ist eine Verbindung, wenn Sie schneller und pünktlicher ans Ziel gelangen, als über die kürzeste Strecke. Laut Urteil des Finanzgerichts Düsseldorf (Az. 1 K 3285/06 E) ist dabei eine Zeitersparnis von 31 Minuten täglich ausreichend.
Können Sie zum Beispiel wegen Krankheit oder hoher Arbeitsbelastung keine Heimfahrt antreten, können Sie stattdessen die Kosten für ein 15-minütiges Telefongespräch mit Ihrem Partner steuerlich geltend machen.
Erhalten Sie aus den gleichen Gründen, Besuch an Ihrem Arbeitsort von Ihrer Familie (Ehepartner und minderjährige Kinder), können Sie deren Fahrtkosten in Höhe der Entfernungspauschale als Werbungskosten ansetzen. Das gilt jedoch nicht für die Kosten für Unterkunft und Verpflegung der Familie.
Kosten für Familienheimfahrten mit dem Flugzeug oder einer entgeltlichen Sammelbeförderung werden nur in Höhe der tatsächlichen Kosten erstattet.
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