27. Dezember 2007

2008 wird ein interessantes Finanzjahr. Bei Steuern wie bei Gesetzen bringt es viele positive, allerdings auch ein paar negative finanzielle Veränderungen für Verbraucher. Wagen wir schon jetzt eine kleine Vorschau auf die wichtigsten Ônderungen, damit Sie wissen, was auf Sie zukommt und worum Sie sich wann kümmern sollten.
(ckl)
Erbschaftssteuer
Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs muss die Erbschaftssteuer bis Ende 2008 reformiert werden. Immobilien, die im Erbrecht bisher steuerlich begünstigt waren müssen nun so beteuert werden wie Kapitalvermögen, also zu ihrem vollen Wert (Verkehrswert). Die Freibeträge für Ehepartner, Kinder und Enkel werden deutlich höher. Fernere Verwandte hingegen sollen stärker zur Kasse gebeten werden. Siehe auch folgenden Kommentar.
Wohn-Riester
Gute Neuerungen für Eigentümer, die für ihr Alter vorsorgen wollen. Ab 2008 wird auch selbst genutztes Wohneigentum als Altersvorsorge staatlich gefördert. Wie dieses “Wohn-Riester” genau aussehen wird, entscheidet sich erst im Laufe des Jahres. Eingeführt werden soll das Gesetz aber in jedem Fall rückwirkend zu Anfang 2008. Außerdem fördert der Staat Riester-Anleger mit bis zu 154 (statt 114) Euro pro Jahr bei einer Rücklage von nunmehr vier (statt bisher drei) Prozent des Brutto-Vorjahreseinkommens. Ab 2008 beträgt die Kinderzulage jährlich 185 Euro je Kind. Für nach 2007 geborene Kindern sogar 300 Euro.
Wohngeld
Ursprünglich zu Anfang 2008 geplant, wird die Novelle zum Wohngeldrecht erst im Laufe des Jahres verabschiedet werden. Das neue Wohngeld richtet sich ab dann nach einer berechtigten Person im Haushalt, weitere Mitbewohner werden nach dem Grad der Wohn- und Wirtschaftsgemeinschaft berücksichtigt. Neu ist vor allem, dass Verwandtschaft oder partnerschaftliche Beziehungen keine Rolle mehr spielen.
Checkliste 2008 – worum man sich im Laufe des Jahres kümmern sollte
Freier Durchatmen mit weniger Feinstaub
Wer in der Innenstadt wohnt, kann sich auf bessere Luft freuen. Städte und Kommunen mit hoher Feinstaubbelastung, richten ab 2008 so genannte Umweltzonen in belasteten Innenstädten ein. Diese Zonen dürfen nur noch Fahrzeuge mit einer Feinstaubplakette befahren. Jeder der vier Schadstoffklassen eines Autos wird durch eine Plakette in einer bestimmten Farbe kenntlich gemacht. Die Plakette gibt es bei Kfz-Zulassungsstellen und andere Stellen, die Abgassonderuntersuchungen vornehmen. Die EU hat allen Kommunen jüngst einen Aufschub bis 2011 für die Einrichtung von Umweltzonen gewährt. Viele Kommunen richten die Umweltzone aber dennoch wie geplant ab 2008 ein. Ein Überblick über die Umweltzonen in Deutschland.